Pflanzliche Proteine und Stärken – und was mit dem Nebenstrom passiert
Pflanzliche Proteine und Stärken – und was mit dem Nebenstrom passiert
Über die Wirtschaftlichkeit entscheidet selten die Hauptfraktion, sondern das, was daneben anfällt. Bei der Trockenfraktionierung ist es die Stärkefraktion: findet sie keinen Abnehmer oberhalb von Futtermittelpreisen, kippt die Rechnung – unabhängig davon, wie sauber die Anlage läuft. Bei Extrusion, Vermahlung und Schälung gilt dasselbe Muster. Diese Rechnung habe ich sieben Jahre lang selbst geführt, nicht nur beraten.
Verfahrenstechnik, Produktentwicklung und Markteintritt für Lebensmittelhersteller, Ingredient-Produzenten, Anlagenbauer und Investoren. Schwerpunkt: pflanzliche Proteine, Stärken und die Nebenströme, die dabei entstehen.
Seit 1995
im Markt für pflanzliche Proteine
5.000 t/Jahr
Anlage ausgelegt, gebaut und betrieben
7 Jahre
als Unternehmer und Fabrikant, nicht nur als Berater
Rezeptur und Anlage werden meist getrennt entschieden. Beides habe ich verantwortet, als Hersteller und auf der Seite des Maschinenbaus. Deshalb sehe ich früh, wo die eine Seite an der anderen scheitert.
Leistungsfelder
Rohstoffe und Produktstrategie
Welcher Rohstoff trägt Ihr Produkt, welcher Proteingehalt ist real erreichbar, und was kostet er Sie in der Rezeptur.
Verfahren und Scale-up
Trockenfraktionierung, Extrusion, Vermahlung, Sichtung, Trocknung. Vom Labormuster zur Anlage, die Woche für Woche liefert.
Nebenströme und Verwertung
Was neben der Hauptfraktion anfällt, entscheidet über die Kalkulation. Aufwertung statt Futtermittelpreis.
Markt und Anwendung
Trägt das Produkt einen Markt, und über welchen Kanal erreicht es ihn. Marktstudien, Markteintritt, Vertriebsaufbau.
Für Investoren und Kapitalgeber: technische und kommerzielle Due Diligence
Unabhängige Prüfung von Verfahren, Ausbeuten, Kostenrechnung und Marktannahmen, bevor Geld fließt. Von jemandem, der eine solche Anlage selbst gebaut und betrieben hat.
Woher meine Einschätzung kommt
1995 habe ich bei Tate & Lyle lösliches Weizenprotein an Wurstfabriken verkauft. Pflanzliches Protein ist für mich kein Trend, den ich 2019 entdeckt habe, sondern das Thema meines gesamten Berufslebens.
Viridi Foods habe ich 2016 gegründet und bis 2023 geführt. Dazu gehörte der Aufbau und der laufende Betrieb einer Produktionsanlage für Trockenfraktionierung und Windsichtung, ausgelegt auf 5.000 Tonnen pro Jahr. Hergestellt wurden Proteinkonzentrate mit 45 bis 65 Prozent Proteingehalt sowie Stärkefraktionen.
Aus dieser Zeit stammt der Teil meiner Erfahrung, den man nicht liest, sondern nur selbst durchläuft: Ausbeuten, die hinter der Kalkulation zurückbleiben, Nebenströme ohne Abnehmer, Chargenschwankungen im Rohstoff. Genau dort liegt der Wert meiner Beratung.